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Donnerstag, 11. März 2010

Großwallstadt kommt als Favorit nach Dormagen

Michael Biegler neuer Coach der Mainfranken

Ein Werbespruch - wie gemacht für den TSV Dormagen
Ein Werbespruch - wie gemacht für den TSV Dormagen

Der sechsmalige Deutsche Meister (zuletzt 1990) ist zwar "nur" Tabellenachter. Doch bei zwei Punkten Rückstand auf die Rhein-Neckar Löwen (5. mit 29:15) schnuppert der TV Großwallstadt erstmals seit Jahren wieder am Einzug ins internationale Geschäft. Wandschneider findet das gut: "Für mich ist Großwallstadt so etwas wie ein Vorbild. Die haben mit ihrem Nachwuchs-Leistungszentrum ein tolles Konzept." Und sie setzen dabei im Gegensatz zu den Top-Klubs in erster Linie auf deutsche Spieler: In Stefan Kneer, Oliver Köhrmann, Steffen Weinhold (alle Rückraum), Jens Tiedtke (Kreis), Michael Spatz (Rechtsaußen), Gregor Schmeißer und Andreas Kunz (Linksaußen) besitzt die erste Sechs auf dem Feld ausschließlich deutsche Pässe. Nur das "Backup" ist international: Am Kreis der Schwede Joakim Larsson und der isländische Abwehrspezialist Sverre A. Jakobsson. Und im Tor besitzen die Großwallstädter einen international Erfahrenen – der frühere Kieler Schwede Mattias Andersson ist einer der Besten seiner Zunft.

Der 31-Jährige ist einer der Gründe, warum Wandschneider vor übertriebenen Erwartungen warnt. Der zweite heißt Michael Biegler und sitzt seit 1. Januar auf der Bank des TVG. Der 48-Jährige, von 1990 bis '94 als Co-Trainer in Dormagen tätig, kam vom SC Magdeburg nach Großwallstadt, wo er eigentlich erst in der nächsten Spielzeit tätig werden sollte. Seither "spielen die noch disziplinierter, warten geduldig auf den Abschluss", sagt Wandschneider. Skepsisgrund Nummer drei ist die kompakte 6:0-Abwehr der Mainfranken: "Gegen solche Formationen tun wir uns naturgemäß schwerer als gegen eine offensive Deckungsvariante, wie sie Balingen gespielt hat."

Doch "Bange machen gilt nicht", findet Wandschneider: "Wir haben ja schon im Hinspiel gut mitgehalten." Das verlor der TSV 26:28 und bot dabei im fünften Anlauf die erste spielerisch zufriedenstellende Leistung der Saison. "Das war unser erster Schritt zur Wende" erinnert sich der Trainer. Der hofft, dass morgen nicht die gegenteilige Entwicklung einsetzt: "Die Jungs strotzen nach dem Sieg in Balingen vor Selbstvertrauen. Aber das ändert nichts: Großwallstadt ist Favorit", betont Wandschneider in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

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